Der Coach setzt auf die Angriffs-Waffe

Nach überstandener, langwieriger Schulterverletzung ist er in Euskirchen wohl wieder dabei: Avdo Iljazovic, der Torjäger des SV Rott. Foto: Heiner Schepp

Achtung: Das Spiel gegen TSC Euskirchen ist abgesagt worden!

TSC Euskirchen - SV Rott abgesagt

Warum denn nicht? Bei sechs Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten Germania Erftstadt gibt es „noch Möglichkeiten“, zeigt man beim Tabellenvierten auf. SV-Trainer Frederique Casper, seit Anfang Dezember Chef auf der Kommando-Brücke des Landesligisten, kehrte mit seinem Aufgebot gut gelaunt aus der Winterpause zurück. Die gelöste Stimmung soll unter anderem dazu führen, dass man die Rückrunde mit einem Erfolg beim TSC Euskirchen angeht.

Hinspiel deutlich gewonnen

Zu Saisonbeginn hatte man dem TSC in Rott gleich mal eins „auf die Mütze“ gegeben. 7:1 gewann der SV und schob gleich noch vier weitere Siege nach, um dann aber im Herbst etwas zu schwächeln, sieht man mal vom Gewinn des Kreispokals ab. Damals noch unter Trainer Jürgen Lipka, der sein Amt zum letzten Punktspiel vor dem Gang in die Weihnachtsferien aufgab. „Freddy“ Casper, seinerzeit als Co-Trainer grundsätzlich sehr nah am Geschehen, relativiert den Kantersieg über den TSC im Nachhinein. „Dieses Resultat ist doch heute nicht mehr aussagefähig“, sagt der Coach und kann sich nicht vorstellen, dass die nächsten Gastgeber nicht dazu gelernt haben. Daraus resultiert: „Wir werden den TSC sehr ernst nehmen.“

Euskirchen, dass ein Jahr nicht am Ligabetrieb teilgenommen hatte und aus der Mittelrheinliga kam, ist inzwischen bei 15 Punkten angelangt und hat vor allem vor heimischem Publikum seine Stärken entwickelt. Nach einer Niederlagenserie von vier Partien holte das Team zuletzt fünf Punkte in Serie und zeigte mit dem Remis gegen Teveren auch einen zusätzlichen Achtungserfolg. Zuletzt gab es ein 5:2 über Brauweiler. Auch das hat Frederique Casper nicht kaltgelassen.

Mit der Vorbereitung ist der neue Chef grundsätzlich zufrieden. Überwiegend spielten die Rotter gegen klassenhöhere Gegner und erzielten achtbare Ergebnisse. „Darauf kann man aufbauen“, nimmt der Trainer als positive Erkenntnisse mit. Allerdings hat er eine ganze Reihe an verletzungs- oder beruflich bedingten Ausfällen zu verkraften. Massimo Damköhler fehlt ebenso wie Nico Winkhold (Knorpelschaden im Sprunggelenk mit anstehender Operation im März). Stürmer Nedim Basic wird nicht dabei sein, und auch Math Aikins sowie Hakim Aikar und Ihsan Bal werden nicht mit zum TSC fahren.

Selbstbewusst

Aber trotz der gravierenden Ausfälle setzt der Coach auf die wirksamste Rotter Waffe: den Angriff. Zumal auch Avdo Iljazovic nach seiner schweren Schulterverletzung wieder dabei sein wird. Frederique Casper sagt selbstbewusst: „Unsere Jungs sind sehr fokussiert. Wenn es uns gelingt, gut aus den Startlöchern zu kommen, wollen wir noch mal ein bisschen Höhenluft schnuppern.“ Ja, warum eigentlich nicht?

Autor: Siegfried Malinowski

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