DERBYSIEG

Lokalduell auf Augenhöhe: Die Rotter Nico Winkhold (links) und Kento Takeuchi nehmen Walheims Isiaq Olaife Orolade in die Zange. Foto: Birkenstock

Hertha Walheim unterliegt nach Abspielfehlern dem SV Rott mit 1:4.

Die Gründe für das deutliche Ergebnis hatte der Walheimer Coach schnell ausgemacht: „Wir bringen uns Woche für Woche um den eigenen Lohn, indem wir den Gegner durch haarsträubende Fehler die Tore auflegen.“ Dass der SV diese Einladungen stets zu verwerten wusste, unterstreicht die Qualität Rotts in dieser Saisonphase. „Wir freuen uns wie Schneekönige“, strahlte Jürgen Lipka. „Es war nicht unser bestes Spiel. Am Ende ist es aber nur wichtig, dass wir gewonnen haben.“

Die Gäste schockten die mutig beginnenden Walheimer bereits früh durch ein höchst anspruchsvoll herausgespieltes Tor (7.): Sulayman Dawodu setzte Alexander Förster am langen Pfosten in Szene, der die Kugel per Direktabnahme im Tor unterbrachte. Als kurz danach Avdo Iljazovic, begünstigt durch einen kapitalen Walheimer Abspielfehler, auf 2:0 für den SV erhöhte, schien die Partie bereits vorentschieden. Das dachten sich wohl auch die Gäste, die bis zur Pause in den Verwaltungsmodus schalteten.

Die Heimelf lief den SV aber auch nach dem Zwei-Tore-Rückstand früh an, hatte viele Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte. Folgerichtig verkürzte Manuel Krebs auf 1:2 (21.). Zuvor hatte der Walheimer Stürmer bereits eine Großchance ausgelassen (13.). Bis zur Pause drückte die Formberg-Elf auf den Ausgleich. Der SV wirkte ein wenig überrascht von den Nehmerqualitäten der Hertha.

In den zweiten 45 Minuten schien das Comeback für Walheim schon greifbar, doch Jacob Nkrumah-Sarfo verschoss zunächst einen Handelfmeter (50.), ehe nach einem weiteren leichtfertigen Abspielfehler Nedim Basic auf die Reise geschickt wurde, der zum 3:1 (58.) für Rott erhöhte. Die Hausherren mussten ihrem hohen Tempo in den ersten 60 Minuten schließlich Tribut zollen. Die Abstände wurden größer, so dass die Rotter noch mehr Treffer hätten nachlegen können. Iljazovic verschoss ebenfalls einen Foulelfmeter (68.), ehe Schindler für den 4:1-Schlusspunkt sorgte.

„Heute hat die bessere Mannschaft verloren“, ärgerte sich Formberg. „Wenn wir diese Leistung abrufen und dazu die unerklärlichen Fehler abstellen, sind wir gegen jede Mannschaft in dieser Liga konkurrenzfähig.“ Ein deutlich sorgloserer Lipka resümierte: „Wir sind mit unserer Hinrunde sehr zufrieden, stehen glänzend da und wollen nächste Woche gegen Hahn noch einmal nachlegen.“

Autor: sme

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SV Rott 1927 - aus Leidenschaft

Der SV Rott ist ein kleiner sympatischer Verein am Rande der Eifel, südlich von Aachen. Die erste Mannschaft spielt seit vielen Jahren in der Landesliga. Der Verein zeichnet sich aus durch hervorragende Rahmenbedingungen, ein hohes soziales Engagement und einer sportlichen Ausbildung auf hohem Niveau.