„Jetzt von einer Krise zu reden ist doch lächerlich“

Foto: Patric Toussaint

Nach zwei nicht gewonnenen Punktspielen reist der SV Rott bei Germania Erftstadt-Lechenich an. Trainer sieht die Situation ganz nüchtern.

Jürgen Lipka ist bekannt als Mann der offenen Worte. So wundert es auch nicht, dass der Trainer nach zwei nicht gewonnenen Meisterschaftsspielen Position bezieht. „Was ist passiert? Wir haben ein Spiel verloren und ein weiteres Spiel unentschieden gestaltet“, verknüpft der Trainer des SV Rott dies mit der Feststellung: „Jetzt von einer Krise zu reden ist doch lächerlich!“

SC Germania Erftstadt-Lechenich - SV Rott (SO, 15:15)

Er nimmt sich vor der Auswärtsbegegnung bei Germania Erftstadt-Lechenich die beiden Punktspiele – dazwischen lag der Pokalerfolg im Finale gegen Raspo Brand – nochmals in einer Kurzanalyse vor. Die einzige Niederlage bislang war kein Ausrutscher, „an dem Tag war Arminia unter dem Strich verdienter Sieger“. Das 1:1 gegen die Sportfreunde Düren war das Ergebnis einer sehr guten Verteidigungsleistung der Aufsteiger, empfand Lipka. Zudem hatte seine Mannschaft „sechs bis sieben klarste Torchancen, aus denen nur ein Treffer resultierte“. Der Rotter Trainer stellt klar: „Mit unserem Spiel als solches konnte ich nicht unzufrieden sein. Wir haben nur nicht das zweite Tor gemacht.“ Der Coach stellte sich damit vor seine Jungs. Insgesamt betrachtet, unterstreicht Lipka, „ muss man auch mal mit einem Unentschieden zufrieden sein“.

Lipka sieht das unter anderem auch so: „Wir sind immer noch nicht die Überfliegermannschaft, als die man uns vielleicht hier und da sehen will.“ Immer noch freut man sich in Rott, dass man den Pokalwettbewerb gewonnen hat und nun wieder dreimal in der Woche trainieren kann. In Erftstadt erwartet der Coach einen Gegner, „der sehr kampfstark bisher aufgetreten ist und noch kein Spiel verloren hat“. Mit dieser Entwicklung hatte man selbst im Lager der Germanen nicht gerechnet. Jürgen Lipka ist es aber dennoch egal, ob es sich um einen Favoriten oder einen Underdog handelt. „Wir müssen unser Spiel finden und vor allem wieder unsere Angriffsmaschinerie aktivieren.“ Denn das ist der große Pluspunkt des SV Rott. Wenn Avdo, Nedim, Manuel, Sulayman und die anderen konsequent zulangen bekommt jede Abwehr heiße Füße.

Wird Jürgen Lipka mit Eigenantrieb und der Schützenhilfe seines Schafhausener Freundes Jochen Küppers – Walheim tritt am Sonntag bei der Union an – die Tabellenspitze zurück erobern?

Autor: mali

Teilen
 

SV Rott 1927 - aus Leidenschaft

Der SV Rott ist ein kleiner sympatischer Verein am Rande der Eifel, südlich von Aachen. Die erste Mannschaft spielt seit vielen Jahren in der Landesliga. Der Verein zeichnet sich aus durch hervorragende Rahmenbedingungen, ein hohes soziales Engagement und einer sportlichen Ausbildung auf hohem Niveau.