„Rasentruppe“ siegt im „Unentschiedenspiel“

„Wer schlecht spielt, darf sich nicht grämen, wenn er verliert“, kommentierte Jürgen Lipka. Der Trainer des SV Rott war angesäuert angesichts der 1:2 (1:1)-­Niederlage im Landesliga-Derby bei Arminia­ ­Eilendorf.

DJK Arminia Eilendorf - SV Rott 2:1

„Für mich fühlte es sich wie ein Unentschiedenspiel bei widrigen Platzverhältnissen und viel Wind an“, sagte Lipka. Und lange Zeit behielt er Recht. Die Rotter Führung durch Kapitän Avdo Iljazovic (12.) währte schließlich nicht lange. Thiemo Huppertz egalisierte auf der anderen Seite nahezu postwendend (16.). In beiden Aktionen hatte die jeweilige Hintermannschaft geschlafen. Zwei Eilendorfer Chancen und eine Rotter vereitelten die Schlussmänner bravourös.

Nach dem Seitenwechsel kam Iljazovic zum vermeintlichen 2:1, doch der Schiedsrichter verweigerte dem Treffer die Anerkennung. Ein Foulspiel dürfte tatsächlich vorgelegen haben, Lipka wies aber erbost darauf hin: „Mir sagte er, es wäre ein Handspiel gewesen. Der Unparteiische hat in meinen Augen Einfluss auf das Spiel genommen.“

„Wer das Tor macht, gewinnt“

Arminen-Trainer Frank Küntzeler hatte in der Pause ein Gefühl umschlichen: „Wer im zweiten Durchgang das Tor macht, gewinnt.“ Er gestand: „Wir hatten Glück, dass der Schiedsrichter den Rotter Treffer nicht anerkannt hat.“ Und noch glücklicher schätzte sich Küntzeler, als seine Farben das 2:1 durch Nathan Ndombele erzielten.

In der 78. Minute klärte der Abwehrverbund der Gäste eine Ecke nicht konsequent. Im Nachfassen kam ein Flankenball zu Ndombele, der trotz Manndeckung vogelfrei zum Kopfball hochsteigen durfte – und so präzise zwischen Latte und den gestreckten Fingern von SV-Keeper Patrick Diehl einnetzte.

Auf der Gegenseite zeigte Torwart Justin Strauch noch zwei Mal sein Können (90.+1, 90.+3), bevor er gemeinsam mit den Kollegen jubelnd „Rasentruppe, Rasentruppe“ skandierte. Eine Anspielung auf den kämpferischen Ansatz auf schwierigem Untergrund, der letztlich entscheidend für den Erfolg war. Küntzeler: „Wir sind von unserem eigenen Spiel abgegangen, haben mit Viererkette und drei Sechsern agiert. Das war auch ein Zugeständnis an den Gegner.“

Autor: Kevin Teichmann

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