Rott ist taktisch und technisch unterlegen

Bild: Kiwi Presse

Glesch-Paffendorf zeigt dem SV Rott, der Platz zwei an die Gäste abgibt, mit dem 4:0-Sieg die Grenzen auf. „Grottenschlecht gespielt.“

„Technisch, taktisch, läuferisch, zweikampftechnisch und emotional waren wir dem Gegner völlig unterlegen“, redete Jürgen Lipka nicht lange um den heißen Brei herum. Das 0:4 (0:2) im vermeintlichen Landesliga-Topspiel gegen Glesch-Paffendorf ging aus Sicht des Rotter Trainers „voll okay“.

SV Rott - BC Viktoria Glesch-Paffendorf 0:4

Vermeintlich, weil die Zuschauer – zumindest im ersten Durchgang – keinen fußballerischen ­Leckerbissen geboten bekamen. Die Gäste gingen bemerkenswert aggressiv in die Zweikämpfe, kauften den Hausherren, die kein Land sahen, früh den Schneid ab. Shota Arai zirkelte einen Freistoß sehenswert zur Führung in die Maschen (20.), und kurz darauf antizipierte Timo Braun in einer Umschaltsituation am schnellsten und stellte auf 2:0 für die Gäste (26.).

Braun – schon in der Vorsaison, damals noch im Einsatz für den 1. FC Düren II, mit zwei Treffern in Rott Matchwinner – zeigte sich auch diesmal blendend aufgelegt, bereitete er doch das 3:0 (67.) fallend, aber doch spektakulär für Sherif Krasniqi vor. Stefan Krämer markierte später – unter Mithilfe des Innenpfostens noch das 4:0 (78.) für den neuen Tabellenzweiten, der Chancen auf weitere Tore ausließ.

„Man muss mehr laufen als der Gegner, wenn man so unter Druck gesetzt wird – das haben wir nicht hinbekommen. Im Gegenteil: Bestimmt zehn, 15 Kilometer sind wir weniger gelaufen als die Gäste. Wir haben grottenschlecht gegen eine perfekt eingestellte Mannschaft agiert, die uns die Grenzen aufgezeigt hat. Glesch-Paffendorf hat meisterlich gespielt“, lautete Lipkas Fazit.

Mit Blick auf den aktuellen Trend seiner eigenen Elf fügte er an: „In den vergangenen sechs Spielen nur fünf Punkte zu holen, ist zu wenig mit so einer Mannschaft.“ Andernorts würde bei einer solchen Bilanz wohl über den Trainer nachgedacht werden.

Autor: Kevin Teichmann

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