„Wir wollen den Gegner unter erhöhten Stress setzen“

Die Bedeutung des Derbys zwischen dem SV Rott und Hertha Walheim ist zweifelsohne eine ganz besondere. Auch wenn der Trainer des SV Rott, Jürgen Lipka, eine mögliche Brisanz dieses Spiels gar nicht so hoch ansetzen möchte.

SV Rott - TSV Hertha Walheim (18:00 Uhr)

Knallerspiel? „Och, jooh“, antwortet der Coach des Gastgebers ganz gelassen. Wohlweislich auch im Bewusstsein dessen, dass im Vorfeld die ruhigeren Töne beiderseits angebracht sind. „Natürlich sind solche Derbys immer sehr prickelnd“, steigt auch bei Jürgen Lipka stündlich die Spannung.

Das Treffen zwischen zwei Mannschaften, die sehr gut aus den Startlöchern gekommen sind und sich nach Ansicht von Jürgen Lipka „oben zunächst mal festsetzen könnten“. Lipka ergänzt, „wenn es einen Sieger geben sollte“. Die Gäste aus Walheim haben mit ihrem Sieg über Germania Teveren und dem anschließenden 3:1-Heimerfolg über GW Brauweiler den vielerorts erwarteten guten Start hingelegt. Nicht schlechter sieht sich die Bilanz beim Vorjahresdritten aus Rott an. Einem 7:1 über den TSC Euskirchen ließen die Lipka-Boys das 2:0 in Brühl folgen.

Lipka skizziert den Kader des Kollegen Mirko Braun: „Das ist ein sehr ausgewähltes Aufgebot, in dem die Routiniers sich auch schnell zu den Leitwölfen entwickelt haben.“ Lipka: „Da ist schon ordentlich investiert worden, denn der eine oder andere spielt ja nun nicht für drei Äpfel zwanzig.“ Der Rotter Coach unterstreicht zudem: „Ich habe Hertha schon vor der Saison als absoluten Topfavoriten auf dem Zettel gehabt.“ Er wird seinem Team die Anweisung geben: „Wir müssen einfach unser Spiel und unsere Ideen entwickeln. Wenn wir das schaffen, sind wir nur schwer zu schlagen.“ Beim SV Rott hat man sich vorgenommen, „den Gegner unter erhöhten Stress zu setzen“.

Lipka hofft, dass sich aus dem Pokalspiel in Eicherscheid – das endete mit einem 4:2-Erfolg für den SV – keine neuen Blessuren in seinem Kader aufgetan haben. Überhaupt ist die Terminansetzung der Pokalspiele für ihn etwas unglücklich gewählt. „In anderen Kreisen ist man schon vier Wochen weiter. Ich finde den jetzigen Rhythmus störend.“

(mali)

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