Winterpause käme nicht überraschend

Foto: Heiner Schepp

Der Eifelfußball im Lockdown. Wie der Landesligist SV Rott mit der Situation umgeht. Trainer hofft auf Impfstoff.

„Jungs, bleibt gesund und vergesst mir ja nicht das Heimtraining“, verabschiedete sich der Rotter Trainer Frederique Casper nach der Generalabsage des Spielbetriebes im November von seinem Aufgebot. Der Trainer des Landesligisten ist sich ganz sicher, dass seine Leute die Vorgaben des Coaches auch penibel beachten. „Sie werden das Hometraining ernst nehmen und fit wiederkommen“, vertraut „Freddy“ Casper seinen Kameraden. In der Hoffnung, dass es Anfang Dezember tatsächlich wieder mit dem Spielbetrieb losgeht.

Macht das denn auch Sinn? Casper: „Na ja, wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet“, will der Rotter Trainer den Beschluss des FVM nicht in Frage stellen. Laut Spielplan soll der SV am 6. Dezember gegen Germania Erftstadt-Lechenich antreten. Zu einem Spiel, und dann wird gleich wieder die Winterpause eingeläutet. Dann hat der Tabellenachte sieben Wochen nicht mehr gespielt. Dazu kommt, dass Caspers Aufgebot – wie alle anderen Amateurklubs auch – im November nicht mehr trainieren durfte. Zumindest nicht gemeinsam. Das Ganze hat nur einen individuellen Vorteil für den vor der Saison so hoch gehandelten Klub: Die beiden Langzeitverletzten Tanner Wilden und Torwart Patrick Diehl konnten ihre schweren Verletzungen kurieren. Tanner Wilden hat einen Muskel-Bündelriss und Keeper „Patti“ Diehl ist an einem Außenband im Knie verletzt.

Wie viele Trainerkollegen hofft auch Frederique Casper, dass es bald einen Impfstoff gibt, der zugelassen wird. „Die letzten Meldungen in diesen Tagen hören sich ja sehr hoffnungsvoll an.“

Die freie Zeit nutzt der Coach unter anderem, um die ersten Spieltage nochmals zu analysieren. „Ergebnistechnisch hat es im Spätsommer und im Herbst bei uns doch ziemlich gerumpelt“, räumt er ein. „Spielerisch war meine Mannschaft zuletzt aber doch ganz gut unterwegs“, zahlte sich das beim 4:1 über Brauweiler auch eindeutig im Resultat aus. „Wir sind – trotz der Pause – zuletzt besser unterwegs gewesen. Das wird sich positiv auswirken, denn wir haben aus unseren Fehlern gelernt“, sagt der Coach.

Bisher keine Überraschungen

Der bisherige Verlauf in der Liga ist für ihn keine große Überraschung. „Ich habe Mannschaften wie Teveren, Schafhausen und auch Verlautenheide allesamt auf dem Zettel gehabt“, sieht Casper eine sehr ausgeglichene Liga. „Teveren hat zweifellos einen Lauf, mal sehen, ob sie den halten können“, bemerkt der Rotter Trainer.

Dass der Spielbetrieb in diesem Jahr weiter ruht und zum 6. Dezember nicht wieder aufgenommen wird, käme für Casper nicht überraschend. „Wenn es erst am 15. Februar wieder losgeht, müssten wir allerdings schon sehr früh ins Training wieder einsteigen“. Und das ist, wie alles andere auch, noch ziemlich ungewiss.

von Siegfried Malinowski (Aachener Zeitung / Aachener Nachrichten)

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