Rott spielt ansehnlich, aber nicht effektiv

Foto: Kevin Teichmann

Union Schafhausen zeigt sich cleverer und entführt die drei Punkte. Die Standards entscheiden das Spiel.

SV Rott - FC Union Schafhausen 1:3 (1:2)

Dass Schafhausen am Ende die drei Punkte dank eines 3:1 (2:1)-Erfolgs aus Rott mitnahm, führte der Rotter Trainer Frederique Casper auf die Cleverness der Gäste zurück. „Der Gegner hat sich den Sieg letztlich verdient“, erklärte der SV-Coach. Sein Gegenüber, Jochen Küppers, gab offen und ehrlich zu: „Wir haben keinen Zauberfußball gezeigt, aber die Jungs haben gefightet und sich aufgerieben.“

Die Anfangsviertelstunde war geprägt von hoher Intensität, dass sich im weiteren Verlauf auch noch ein ansehnliches Fußballspiel entwickeln sollte, war allerdings noch nicht zu erkennen. Viele Fehlpässe auf beiden Seiten und kleinere Fouls ließen keinen Spielfluss aufkommen.

In der 18. Spielminute verpasste Marc Hotopp zwei Mal per Kopf knapp. Den Schafhausener Führungstreffer besorgte zwei Minuten später dafür Mert Büyükkelek, der nach einem Union-Freistoß ins eigene Gehäuse nach missglückter Kopfballabwehr traf (20.). „Das war das Eigentor des Jahres“, kommentierte Casper. Keine zwei Zeigerumdrehungen später klingelte es erneut. Nach einer Ecke sprang Phillip Gruettner am höchsten und stellte auf 2:0 (22.) für die Gäste.

„Nachdem wir die ersten 25 Minuten verpennt haben, waren wir plötzlich im Spiel“, sagte Casper. Er sah erst, wie Kento Takeuchi mit einem Kopfball an Schafhausen-Keeper Niklas Giesen und der Latte scheiterte (26.), aber dann in der gleichen Spielminute auch, wie Avdo Iljazovic im Zweitversuch den Ball über die Linie brachte.

In der Folge spielte Rott ansehnlichen Fußball. Es war die stärkste Phase der Hausherren. Immer wieder kombinierten sich Caspers Schützlinge bis kurz vor oder sogar in den Strafraum. Beste Chancen auf den Ausgleich ließen dabei Alexander Foerster (31.) und Yassine Ali Gnondi (36.) allerdings aus.

„In der Halbzeitpause haben wir dann umgestellt, weil wir Gefahr liefen, das 2:2 zu kassieren. Im zweiten Durchgang hatten wir wieder mehr Zugriff und die Kompaktheit, die es brauchte“, sagte Küppers, der gestand: „Wir hatten sicherlich auch das nötige Quäntchen Glück.“ Und einen Torwart, der gut aufgelegt war. Denn auch Kreativspieler Burhan Gülez scheiterte mit einem noch gefährlich abgefälschten Versuch aus spitzem Winkel am Schlussmann der Schafhausener (46.).

Die Rotter Angriffsbemühungen waren im weiteren Verlauf nicht mehr zwingend genug, um für echte Gefahr zu sorgen. Oftmals fehlte der letzte Ball oder es war doch noch ein Schafhausener Fuß dazwischen, der Schlimmeres verhinderte. Auf der Gegenseite war es Sebastian Kranz, der sich trotz schwindender Kräfte noch einmal durchtankte und mit seinem Treffer zum 3:1 das Spiel entschied. „Er lief bereits auf der letzten Rille, ist aber über die Grenze des Möglichen hinausgegangen, hat den inneren Schweinehund überwunden und sich klasse durchgesetzt“, lobte sein Coach. Frederique Casper weiß hingegen, „wo wir stehen – und dass wir unsere Standards verbessern müssen“.

von Kevin Teichmann (AZ/AN)

Quelle: https://www.fupa.net/berichte/sv-rott-rott-spielt-ansehnlich-aber-nicht-effektiv-2686348.html

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