Mit Groll im Bauch zur nächsten Aufgabe

Bild: Heiner Schepp

Vorbericht: 14. Spieltag - Landesliga, Staffel 2

Nachdem der Ärger über die „Nebengeräusche“ beim Nachholspiel gegen Arminia Eilendorf etwas verraucht ist, reist Fußball-Landesligist SV Rott am Sonntag nach Brauweiler.

von Siegfried Malinowski (Aachener Zeitung / Aachener Nachrichten)

Irgendwie rückte das Nachholspiel gegen Eilendorf schnell in den Hintergrund. Und auch die anstehende Partie in Brauweiler mochten die Rotter Verantwortlichen am Donnerstag noch nicht in den Fokus nehmen. Zu sehr ärgerte man sich im Kreise des Fußball-Landesligisten über den Fußball-Verband Mittelrhein und auch über den Mittwochs-Gegner Arminia Eilendorf. Sportlich ging die Begegnung unentschieden (1:1) aus. Über einige vermeintliche „Fouls“ der Eilendorfer wollte Rotts Präsident Andreas Schindler nicht einfach so weggehen...

„Ich ärgere mich sowohl über den Verband als auch über Arminia“, sagte der höchste Vereinsrepräsentant gegenüber unserer Zeitung. Schindler: „Ich habe das Gefühl, die Eilendorfer wollten uns zu einer Absage zwingen“, lautet einer der Vorwürfe der Rotter an den Ligakonkurrenten.

Einmal war die Begegnung bereits abgesagt und auf den Mittwoch verschoben worden. Eine weitere Absage seitens der Rotter hätte zur Folge gehabt, „dass man Eilendorf die drei Punkte zuordnet“, begründet Andreas Schindler. Man wusste in Rott beispielsweise, dass die Arminia vier (!) positiv auf Corona getestete Spieler in ihren Reihen hat. Dazu kamen zwei weitere Akteure, die sich in Quarantäne befinden. Auch Eilendorfs Trainer ist positiv auf Corona getestet worden. Ein Anruf Schindlers beim Verband mit der Bitte, sich um die Angelegenheit zu kümmern, erbrachte keine Reaktion beim FVM. Außerdem boten die Rotter den Eilendorfern an, die komplette Mannschaft vor dem Spiel testen zu lassen. Auf Rotter Kosten. „Ich dachte, ich bin im Wald“, lautete die Reaktion Schindlers als er vom Eilendorfer „Sportdirektor“ Klinkenberg erfuhr, „nein, das wollen wir nicht“! Schindler: „Alle Spieler waren damit einverstanden, aber Cheftrainer Küntzeler war dagegen.“

Ärgerlich für die SV-Gastgeber, in Eilendorf ging bereits eine SMS-Nachricht vor dem Spiel herum, dass „die Zuschauer unbedingt Masken tragen sollen“ und außerdem „sollen die Corona-Regeln strengstens eingehalten werden“. So wurde von Eilendorfer Seite unter anderem empfohlen, „auch beim Spiel unbedingt eine FFP-2-Maske zu tragen“. Andreas Schindler: „Die Arminen wollten uns nur zwingen, dieses Spiel abzusagen“. Die Haltung des Verbandes zu diesem Thema, nämlich nicht oder nur halbherzig zu reagieren, kann der Chef des Klubs auch nicht nachvollziehen.

Vor dem Hintergrund dieses Theaters fiel es Trainer Frederique Casper natürlich nicht leicht, seine Spieler auf die Begegnung am Sonntag (15:30 Uhr) bei Grün-Weiß Brauweiler vorzubereiten. „Wir haben überhaupt keinen Grund, sie auch nur ansatzweise zu unterschätzen“, sagt Casper. Natürlich will man die volle Punktzahl aus dem abstiegsgefährdeten Brauweiler mitnehmen. „Auch wenn uns der Gegner personell ziemlich unbekannt ist“.

Freddy Casper bedauert es im Nachhinein, „dass es uns nicht gelungen ist, gegen Eilendorf zur Pause 3:1 oder 4:1 zu führen. Die Chancen waren jedenfalls da.“ Nachdem das Vorhaben gescheitert ist, im Restjahr fünf Siege zu feiern, wollen die Rotter nun wenigstens mit fünf ungeschlagenen Partien in die Winterpause gehen.

https://www.aachener-zeitung.de/lokales/eifel/mit-groll-im-bauch-zur-naechsten-aufgabe_aid-64286783

Zurück zur Übersicht

Weitere Artikel

  • „Platz eins ist leider sehr weit weg“

    Der Trainer des Landesligisten SV Rott blickt mit gemischten Gefühlen auf die Hinserie zurück. Vom [...]

    mehr erfahren
  • Frohes neues Jahr

    Der SV Rott wünscht allen Mitgliedern, Fans, Sponsoren und Freunden ein frohes neues Jahr 2022!

    mehr erfahren
  • Frohe Weihnachten

    Liebe Mitglieder, Fans, Sponsoren und Freunde des SV Rott,
    das hätten wir uns vor einem Jahr nicht [...]

    mehr erfahren